Der Apfel mit dem kostbaren Kern

Über göttliche Gnade und menschliche Ignoranz:

Wie wir Glück in jeder Situation finden können –

ein indisches Märchen ganzheitlich interpretiert

 

Beschreibung:

Es handelt sich um eine ganzheitliche Interpretation des indischen Märchens “Der Apfel mit dem kostbaren Kern” und zeigt auf, wie wir Glück in jeder Situation finden können. Das eBook ist 7 Seiten lang und wird dir im PDF-Format per Email zugesendet.

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Leseprobe:

Die tiefsten Wahrheiten liegen oft in dem verborgen, was wir „Märchen“ und „Geschichten“ nennen. Eine der vielen Schönheiten von Märchen besteht darin, dass es keine „richtige“ oder „falsche“ Interpretation gibt: Märchen sind ein Spiegel der Seele. Sie verweisen uns auf unsere eigene innere Gefühls- und Erlebniswelt und insofern werden sich die Deutungen verschiedener Menschen vermutlich immer ein wenig unterscheiden. Ich persönlich lese und verstehe Märchen auf Grundlage der jahrelangen Erfahrungen und Studien des weiblichen Schmerzkörpers und dem uns allen innewohnenden Sehnen nach göttlicher Selbsterkenntnis. Dies ist in meiner Biografie begründet: An der Seite meiner Jugendliebe – meinem heutigen Ehemann Ramadas – lebe ich in dem ganzheitlichen Heilzentrum „Lebenszentrum Stemwede“, zu dem ein geweihter Tempel gehört. An diesem besonderen Kraftort arbeitet mein Mann als medialer Heiler und Life-Coach mit verschiedenen Klienten an ihren Lebensthemen. Einige Jahre war ich einer dieser Klienten – und bin es häufig immer noch. Unter dem Segen meines Satgurus Paramahamsa Sri Swami Vishwananda darf ich heute als Coach und spirituelle Beraterin zudem anderen Frauen dabei helfen, in ihre weibliche Kraft zu kommen.

Märchen haben die Kraft, uns in unser eigenes Inneres zu führen und uns tiefe Erkenntnisse über uns selbst zu offenbaren. Bis zur Wurzel unseres Schmerzes – und somit zur Quelle von Fülle und Lebensglück, die sich hinter dem Schmerz und der weltlichen Illusion verbirgt und nur noch von uns entdeckt und freigelegt werden muss. Intuitiv spüren wir, dass mehr hinter Märchen steckt, als bloße Unterhaltung, und dass die spirituelle Welt über Geschichten wie diese versucht, in Kontakt mit uns zu treten. Eine magische Anziehungskraft geht von diesen Erzählungen aus. Irgendetwas steckt hier drin, das uns fasziniert, das wir im Fühlen verstehen doch nicht in Worte fassen können. Ein Lehrstück, ein Sinnbild, der Weg ins Unbewusste. Entschlüsseln wir dieses Rätsel, führt uns das zu einer Kraft, die uns vollständig heilen und erlösen kann: Wahrheit.

Bei den Figuren eines Märchens handelt es sich häufig um ein- und dieselbe Person: Böse Hexen und grausame Stiefmütter können für dunkle Anteile in uns selbst stehen, die wir ablehnen und nicht wahrhaben wollen. Der hungrige Wolf als unser eigener Schmerzkörper, der mit gespitzten Ohren auf der Lauer liegt und nur darauf wartet, endlich wieder angreifen und zuschnappen zu können. Verschiedene andere Tiere des Waldes sowie auf Feld und Hof lassen sich als himmlische Helfer, gutes Karma oder eigene Seelenanteile deuten. Auch können sie Symbole für Triebe und Gefühle sein, die aus der Tiefe unserer Psyche stammen – und noch vieles mehr.

Auf der ganzen Welt sind Märchen, Mythen, Sagen, Fabeln und Legenden in Familien, Stämmen und Gesellschaften seit jeher erzählt und weitergegeben worden. Ich finde, dass diese Tradition etwas Tröstliches hat. Denn es zeigt, dass die Lebensthemen, Probleme und Konflikte, die in derlei Gleichnissen behandelt werden, die gesamte Menschheit seit jeher beschäftigt haben.

Daran sollten wir uns immer erinnern wenn es an die Bearbeitung unserer tiefsten Ängste, Muster, Konditionierungen und inneren Blockaden geht. Sich selbst und damit auch seine eigene Dunkelheit zu erkennen – das ist der Weg, den jeder Mensch gehen muss, der glücklich, erfüllt und frei wie ein Kind aus dem Herzen leben möchte: der Weg der inneren Reinigung.

Es ist ein Weg, der Stärke, Durchhaltevermögen, Größe und Tapferkeit erfordert. Anstatt uns also für unsere Fehler zu verurteilen und in schwierigen Phasen die Hoffnung zu verlieren, sollten wir uns bewusst machen, dass wir uns auf einem steinigen Pfad befinden und all unsere Schwächen zutiefst menschlich sind. Ganz gleich wie oft man zweifelt, fällt und strauchelt: Wer den Mut hat, sich seine Ego-Muster einzugestehen, ist niemals ein Versager, sondern immer ein Held. Denn das Heldenhafteste, das wir Menschen auf dieser Welt tun können, ist der Wahrheit über uns selbst ins Gesicht zu blicken – möge sie auch noch so unschmeichelhaft sein. (…)